Gebärmuttervereiterung bei 8-jähriger Rottweilerhündin

Daniela Amstutz

 

Meine Rottweilerhündin Sheyna mit Jahrgang 2000 wurde nie sterilisiert, hatte aber auch nie Junge. Wir wollten keinen Nachwuchs, da es immer wieder Mediengeschrei gab wegen so genannten Kampfhunden. Mit einem solchen Hintergrund ist es schwierig, gute Plätze für die Welpen zu bekommen.
Sheyna war aber auch nie besonders auffällig oder hatte einen Drang nach Rüden während der Läufigkeit. Sie bekam während dieser Hitze auch nie irgendwelche Hormone, die Blutungen oder eine mögliche Trächtigkeit unterbinden sollten.

Mitte November 2008 fiel mir auf, dass Sheyna körperlich nicht mehr so aktiv war und schnell müde wurde. Den Futternapf leerte sie nur noch zu einem Drittel. Anfang Dezember verweigerte sie ganz die Nahrung, dafür trank sie grosse Mengen Wasser. Ein paar Tage später wurde ihre Nase trocken und heiss.
Am 10. Dezember 2008 bekam Sheyna serösen gelblichen Ausfluss, der später eitrig wurde und sich mit Blut vermischte. Der Ausfluss war in so grossen Mengen, dass ich pro Tag mindestens 4 bis 5x die Tücher an ihrer Schlafstelle wechseln musste. Sie wurde immer schwächer, konnte kaum noch die 6 Treppenstufen zur Wohnung hinauf gehen. Wir beschränkten den Auslauf nur noch ums Haus herum.
Ich habe mich schon langsam mit dem Gedanken abgefunden, dass Sheyna an Weihnachten wohl nicht mehr bei uns ist, denn vor einem Jahr habe ich genauso ihre Halbschwester hergeben müssen.
Laut der Veterinärmedizin sind die evtl. Ursachen einer Gebärmuttervereiterung, wenn Hündinnen nie trächtig werden können oder Hormongaben, die Blutungen während der Hitze unterbinden sollen. Eventualitäten reichen mir als GNM-Therapeutin natürlich nicht, denn die GNM gilt genauso für Tiere und Pflanzen wie für den Menschen.
Bei einer Gebärmuttervereiterung ist die Gebärmutterschleimhaut betroffen. In der konfliktaktiven Phase baut diese althirngesteuerte Schleimhaut auf, und in der Heilphase baut sie sie mit Hilfe von Mikroben wieder ab.
Nun, in der wissenschaftlichen Tabelle von Dr. med. R. G. Hamer finden wir bei der Gebärmutterschleimhaut folgenden Konflikt: „halbgenitaler, hässlicher Konflikt, meist mit männlicher Person“. Mir wurde sofort klar, wie sich meine Hündin diesen Konflikt eingefangen hatte. Es war zwar keine männliche Person, sondern ein männlicher Hund. Wie schon erwähnt, hatte Sheyna nie grosse Interessen an Rüden, selbst während der Läufigkeit nicht. Doch ein Rüde hat es ihr angetan und zwar der Jack Russel-Terrier meiner Nachbarin. Sobald Sheyna diesen Hund nur schon gehört hat, begann sie vor lauter Freude zu winseln. Sie stand an der Wohnungstür und wollte nur noch raus, um ihn zu begrüssen. Das Problem war nun aber, dass diese Rasse sehr klein ist und ein Rottweiler sehr gross. Sheyna wollte ihn immer zum Spielen auffordern, doch der kleine Jack Russel ängstigte sich vor einem so grossen dunklen Hund. Und was machen kleine Hunde, wenn sie Angst haben?! Er zog die Lefzen hoch, zeigte die Zähne und stellte die Rückenhaare. Ich glaube, Liebe macht wirklich blind, denn meine Sheyna hat diese Signale überhaupt nicht bemerkt. Und so kam es, wie es kommen musste: der kleine Terrier kniff Sheyna in den Vorderlauf. Es war wirklich nur ein giftiges Kneifen, jedoch schrie Sheyna auf, als hätte man sie wirklich grob verletzt. Körperlich war keine Verletzung bemerkbar, jedoch seelisch war das ein grosser Einschnitt für sie. Man muss wissen, dass Rottweiler eigentlich eine sehr hohe Schmerzschwelle haben, jedoch sehr sensibel auf Demütigungen reagieren.
Diese Geschichte passierte Anfang November 2008. Sheyna erlitt durch diesen Vorfall einen hässlichen Konflikt mit einem männlichen Wesen. Sie hatte für diesen Rüden eine starke Sympathie entwickelt, und sie verstand die Welt nicht mehr, als er sie so grob abwies. Sie wollte es auch nach diesem Vorfall nicht kapieren, denn jedes Mal, wenn sie den kleinen Rüden sah, kam in ihr immer wieder ein innerer Drang auf, mit dem kleinen Hund zu spielen. Ich sag ja: Liebe macht blind ;-)…

So: ich wusste nun, weshalb Sheyna ihre Gebärmutter-Geschichte hatte. Ich wusste auch, dass sie in der Heilphase ist (Eiterung, Fieber, stärkere Blutungen). Das hiess auch, dass sie sehr viel Protein verlor, was gefährlich werden konnte.
Sheyna hat aber wunderbar instinktiv gehandelt: Alles, was sie aus ihrer Scheide verlor, leckte sie sofort wieder auf. Ich weiss, das hört sich sehr unappetitlich an, jedoch bin ich sicher, dass das ihr half, den Proteinverlust wieder ein bisschen auszugleichen.
Ich weiss aber auch, dass so genannte Schienen (Eindrücke; Personen; alles, was das Hirn mit seinen Sinnen während dem Konfliktereignis wahrgenommen und gespeichert hat) ein Wesen immer wieder in die konfliktaktive Phase zurück schmeissen können. Also musste ich für Sheyna einen Therapieplan erstellen. Priorität war, dass Sheyna absolut keinen Kontakt mehr mit dem kleinen Jack Russel hatte (und auch mit keinem anderen Rüden, denn allein die „Düfte“ von anderen Rüden könnten schon eine Schiene sein). Des Weiteren habe ich Sheyna hochdosiert Propolis gegeben. Dies ist ein absolut natürliches Produkt der Bienen, dem man nachsagt, dass es das stärkste „Antibiotikum“ in der Natur sei, und das auch übermässige Pilzvermehrung im Schach hält. Zudem arbeitete ich noch radionisch über die Hamer`schen Herde, damit die Heilphase nicht zu akut verläuft. Ich möchte aber betonen, dass jegliche Therapie-Methoden erst greifen, wenn das Individuum in der Heilphase ist. Diese Methoden helfen, dass die Heilphasen nicht zu akut oder gar tödlich verlaufen. Das allerwichtigste ist, dass der Konflikt gelöst wird. Ansonsten hilft absolut keine Therapie – weder schulmedizinisch noch alternativmedizinisch!

Sheyna erfreut sich wieder der Natur. Sie springt durch den Schnee, versucht meine Schneebälle einzufangen und wenn es bergauf geht, ist sie vorne. Sie hat jetzt (Stand 06.01.09) noch 1 – 2x pro Woche einen leichten Ausfluss. Mit dem Propolis habe ich aber abgesetzt, da es doch immer wieder für Sheyna eine kleine Tortur war, ihr diese Gaben zwischen die Zähne zu quetschen.

Zusammenfassung:
Konflikt: „hässlicher halbgenitaler Konflikt mit männlichem Wesen“
         Sheynas männlicher „Favorit“ hat sie während eines „Liebesbeweises“ 
               (oder Zuneigungsbeweises) unerwartet verächtlich und demütigend
               gekniffen und seelisch tief verletzt!

Therapie: Sheyna ist in Konfliktlösung gekommen, weil sie keinen Kontakt mehr
                zu diesem kleinen Rüden hatte. Die Konfliktlösung ist eigentlich die
               beste und wichtigste Therapie.  Ich habe jegliche Schienen ge-
               mieden, die Sheyna an den Jack Russel oder an einen anderen
               Rüden erinnern konnte.
               Propolis, um eine zu starke Mikrobenbelastung zu dämmen.
               Radionisch, um die Heilphase nicht zu akut und zu drastisch ge-
               währen zu lassen (denn, eine zu drastische Heilphase kann tödlich
               sein).

Ich möchte einen Vergleich aufzeigen zu Sheynas Halbschwester Xena, die im September 07 gestorben ist. Sie hatte dieselbe körperliche Geschichte wie Sheyna.
Der Verlauf war ähnlich. Xena war schon einige Zeit körperlich sehr müde. Jedoch, da sie eher ein „fauler“ Hund war, fiel uns das zunächst nicht gross auf. Sie war immer sehr massig, ihr ganzes Rückgrat „hing durch“ seit sie ein Baby war. Obwohl Xena auch ein rassenreiner Rottweiler war mit Stammbaum, wollte sie niemand. Wir hatten alle unsere Rottweiler aus einer Zucht aus Ungarn. Sheyna und Xena waren Halbschwestern und die letzten Babys aus den Würfen. Niemand wollte sie kaufen, da Sheyna zu „lieb“ aussah, und Xena hatte – wie erwähnt – eine durchhängende Wirbelsäule. Das Schicksal dieser Welpen war eigentlich schon besiegelt, bis wir auf diese Babys gestossen sind. (Wir hatten von dieser Zuchtstation schon vor einem halben Jahr einen Rottweiler bestellt. Deshalb waren wir überhaupt dort). „Ausschussware“ konnten wir auf keinen Fall akzeptieren, also nahmen wir diese – dem Tod geweihten – Babys auch noch mit nach Hause.

Auch Xena wurde nie sterilisiert und wir haben sie nie decken lassen. Dieselbe Geschichte Ende August 07. Bei Xena haben wir aber lange nicht bemerkt, dass sich in der Gebärmutter etwas zusammen „-braute“. Da sie – wie erwähnt – einen durchhängenden Körper hatte, konnte sich die Gebärmutter lange nicht entleeren. Xena war schon ziemlich schwach, als sich plötzlich auf einmal ca. 1 Liter seröse, eitrige Flüssigkeit aus ihrer Gebärmutter entleerte. Die typischen Anzeichen einer konfliktaktiven oder einer konfliktgelösten Phase waren nie klar da. Manchmal hatte sie eine trockene heisse Nase, jedoch nach ein paar Stunden war das wieder weg.
Als wir dann endlich bemerkten, welches körperliche Problem Xena hatte, wurde mir auch sofort bewusst, welchen Konflikt sie erlebt hatte.
Es gab eine Situation, bei der Xena ihr Herrchen beschützen wollte, weil ein anderer Hund ziemlich aggressiv auf ihr Herrchen zuging. Xena lebte sofort ihren natürlichen Beschützerinstinkt aus und wies den anderen Hund in die Schranken. Der Besitzer dieses Hundes war aber ein pensionierter Polizist. Nun meinte Xenas Herrchen, er müsse beweisen, dass er seinen Rottweiler voll unter Kontrolle hat (wiederum wegen diesen Hetz-Kampagnen gegen „Kampfhunde“) und dominierte Xena (wies sie demütigend zurecht) vor diesem Hund und seinem Meister. Ich möchte dazu sagen, dass wir immer mit unseren Hunden in ihrer Sprache „kommunizierten“. D. h., wenn wir einen Hund zurechtwiesen, dann im Sinne von Kneiffen in die Ohren, in die Lefzen – oder bei stärkerer Zurechtweisung Kneiffen in die Kehle. Diesen „Dialog“ haben die Hunde immer verstanden. Nun war aber das Problem, dass Xena ihren Meister beschützen wollte und wurde noch bestraft dafür! Bei diesem Unverständnis muss sie sich den Konflikt eingefangen haben. Ich möchte hier betonen, dass ich weder dem Herrchen noch Xena irgendwelche Schuld geben möchte. Ich verstehe jeden auf seine Art.
Nun, das Problem war, dass Xena jeden Tag mit den Schienen – die das damalige Ereignis immer wieder aktivieren – konfrontiert war, denn ihr Herrchen hörte, spürte und roch sie jeden Tag. So kam Xena nie in eine definitive Heilphase. Da halfen alle Entschuldigen, Streicheleinheiten und Leckerli nichts, seitens ihres Herrchens.
Ich habe mich dann noch mit Tierärzten in Verbindung gesetzt, doch eine Operation im Sinne einer Gebärmutterentfernung wäre in diesem Alter ein zu grosses Risiko gewesen. Also entschieden wir uns, den Dingen ihren Lauf zu lassen. Ich habe Xena zwar radionisch begleitet, doch das Propolis habe ich zu dieser Zeit noch nicht angewandt.
Ich denke – rein biologisch gesehen – konnte Xena gar nicht definitiv ihre Heilphase durchmachen, weil sie dauernd auf der Schiene war und weil wir einfach zu spät entdeckten, dass sie eine Gebärmuttergeschichte am Laufen hatte.
Sie schlief am 14.09.07 entspannt und friedlich ein, im Beisein von uns allen. Ich bin heute noch dankbar, dass ich Xena nicht einschläfern liess, denn ich bin voll und ganz der inneren Überzeugung, dass ein Wesen selber entscheiden darf und soll, wann es diese Materie verlassen will.
Xena war eine wunderbare Hündin. Ich konnte sie als Therapie-Hund einsetzen, vorwiegend bei Kindern, die sexuell oder durch Gewalt missbraucht wurden, oder Kinder, die psychisch „behindert“ waren. Xena hat bei all diesen Kindern grosses Vertrauen in das Leben erwecken können. Ich werde niemals vergessen, wie Xena ein kleines Mädchen, das Gewalt erlebt hat und dadurch nicht mehr sprechen wollte, ihr Worte entlocken konnte. Nur durch ihre kalte Schnauze und ihren auffordernden Blick konnte sie dem Mädchen zuerst ein Lächeln entlocken. In einer weiteren Sitzung sprach das Mädchen (nach 6 Monaten!), aber nur mit Xena. Nach weiteren 3 Sitzungen sprach das kleine Mädchen dann auch mit mir und ihren Eltern. Das sind Wunder…. Wunder, die unsere Natur, unsere Tierwelt uns schenken!
Es sind höchst sensible Emotionen, die ein Tier erwecken kann. Ein Tier, das im Massenbewusstsein als Kampfhund oder sogar als Killerhund verschriehen wird. Meine Kinder sind mit drei Rottweilern aufgewachsen, d. h. mit einem Rudel. Die erste Rottweilerdame wurde durch einen Jäger erschossen, nur weil er Angst hatte, da drei Rottweiler-Babys (5 Monate alt) freudig auf ihn zukamen. 
Unsere Hündinnen belegten nie einen Welpen- oder Hundekurs. Den einzigen „Kurs“, den sie belegten war der, den meine Kinder erfuhren: Erziehung in Familiengemeinschaft!